Aktivitäten

Ostern, Himmelfahrt, Mai, Kirmes, Weihnachtsmarkt, Dorffest

Ostern

Das Ereignis jeden Jahres ist zweifelsohne das Osterfeuer.
Früher waren die Konfirmanden aus Schlarpe für den Aufbau des Osterfeuers zuständig. Im Jahr 1974 gab es erstmals in Schlarpe keine Konfirmanden, deshalb sprang der Junggesellen-Club-Schlarpe in die Bresche und baute erstmals das Osterfeuer auf. In allen folgenden Jahren wurden die Schlarper Konfirmanden zu der Versammlung vor dem Osterfeuer eingeladen und gefragt, ob der JCS beim Aufbau des Osterfeuers mithelfen darf.
Das Osterfeuer wurde bis 1984 am Osterteich aufgebaut. Dieser Platz war für ein Osterfeuer wie geschaffen. Der kleine Hang vereinfachte den Aufbau sehr, da das Material von oben auf das Feuer geworfen werden konnte. Auch der Platz für das Lagerfeuer war optimal, außerdem konnten oberhalb der Feuerstelle die Zelte auf der Wiese aufgestellt werden. Der Platz liegt in einiger Entfernung zu Schlarpe, so dass wir machen konnten, was wir wollten, ohne dass gleich Anwohner etwas von unserem Treiben mitbekamen.
Im Jahr 1984 wurden jedoch strengere Maßstäbe an den Platz gestellt, wo ein Osterfeuer aufgebaut und abgebrannt werden darf. Deshalb mussten wir in den sauren Apfel beißen und unseren geliebten Platz am Osterteich verlassen. Allen Junggesellen war damals schon klar, dass damit nie wieder so eine Atmosphäre bei dem Osterfeuer sein wird, wie am Osterteich. Als neuer Platz wurde uns der "Alte Sportplatz" zugewiesen, der viele Nachteile mit sich bringt, wie z.B. eine ebene Fläche und die ungeschützte Lage. Hier muss jeder einzelne Baum auf das Osterfeuer hochgezogen werden, zum Schluss ist dies auch nicht mehr möglich, da dass Osterfeuer sehr steil wird und die letzten Fichten nur noch an das Osterfeuer gelegt werden! Da wir für das Lagerfeuer keine geschützte Stelle haben, mussten wir jedes Mal eine "Bretterhütte" um das Lagerfeuer aufbauen, um etwas geschützt sitzen zu können. Dies änderte sich aber auch im Jahr 2000 durch den Bau unserer
Schutzhütte.
Der Ablauf des Osterfeuers hat sich bis heute nicht geändert. Den Samstag vor Ostern treffen sich alle Junggesellen um 9.00 Uhr am Osterfeuerplatz, um das Gerüst aufzubauen. Für das Gerüst benötigen wir jedes Mal 3-4 starke Zwillen und eine dicke Querstange. Darauf werden dann Fichten und Büsche gelegt.
Am Karfreitag geht es dann richtig los, 2-3 Trecker mit Anhängern sind den ganzen Tag unterwegs, um das Material aus dem Wald zum Osterfeuer zu bringen. Teilweise sind manche Anhänger so voll beladen, dass die Hälfte unterwegs verloren geht.
Die Junggesellen, die am Osterfeuer geblieben sind, müssen nun alles auf das Osterfeuer bringen. Hier kommt jedes Mal Streit auf, da einige Mitglieder sich lieber am Lagerfeuer aufhalten, als mitzuhelfen.
Nach einer Mittagspause geht es weiter, bis in die späten Nachmittagsstunden werden weitere Anhänger beladen und auf das Osterfeuer gebracht. Danach bereiten sich alle auf die Nacht vor, einige Junggesellen bringen ihr "Schlafzeug" mit, andere haben sich nur umgezogen. Anschließend sitzen wir alle zusammen am Lagerfeuer. Meistens werden zwei Lagerfeuer angezündet. Auch einige Nichtmitglieder und Freundinnen von Junggesellen finden sich ein, um mit uns gemütlich am Lagerfeuer zu sitzen. Nach und nach lichten sich die Reihen und nur die Junggesellen, die die ganze Nacht am Osterfeuer verbringen, bleiben übrig. Früher wurden zum Schlafen noch die Zelte vom JC aufgebaut, da diese mit der Zeit jedoch immer schlechter wurden, werden heutzutage kaum noch Zelte aufgebaut.
Samstag morgen geht es dann in aller Frische weiter. Mittags gibt es das gemeinsame Mittagessen, das meistens aus Erbseneintopf und Bockwürstchen besteht. Die älteren Junggesellen und die ehemaligen Mitglieder erinnern sich immer noch an einige besondere Eintöpfe. Bei den ersten Osterfeuern wurde der Eintopf noch vor Ort zubereitet. Hier muss besonders Reinhold Hartmann erwähnt werden, der sich immer besonders "viel Mühe" gab. Teilweise schmeckte der Eintopf auch etwas angebrannt, doch gegessen wurde trotzdem ("Der Hunger treibt es rein"). In letzter Zeit wurde das Mittagessen dann von der Mutter eines Junggesellen vorbereitet! Einmal erklärte sich Dietmar Deneke dazu bereit, ein Essen für die Junggesellen vorzubereiten, auch dieses Mahl mundete fast allen Teilnehmern des Osterfeuers.
Nach den gemeinsamen Mittagessen gingen alle gestärkt an die Arbeit und das Osterfeuer wurde dann meistens auch samstags fertig.
Samstagabend sind dann alle Junggesellen wieder am Lagerfeuer versammelt. Auch wenn die Nächte bei einem Osterfeuer immer sehr kalt sind (Minusgrade und Schneefall sind keine Seltenheit), so ist es für alle Junggesellen doch immer wieder ein Erlebnis in großer Runde am Lagerfeuer zu sitzen. Teilweise wird auch für alle Mitglieder Mett in der Glut gebraten, die Getränke (Wasser, Cola, Fanta und Bier) sind außerdem alle frei. Nach dem Osterfeuer wird dann noch eine Umlage von 10,00 DM erhoben, damit die Unkosten für den JCS nicht zu hoch werden.
Samstagabend kommen auch einige Auswärtige zum Osterfeuer vorbei, meistens auch in friedlicher Absicht. Einige Junggesellen ziehen nach Mitternacht mit Eimern bewaffnet ins Dorf. Dann darf jeder Schlarper mit Osterwasser beschüttet werden, bislang wurde auch jedes Mal mindestens ein Schlarper erwischt, einige Junggesellen bekamen jedoch auch mal etwas Osterwasser ab.
Der Sonntag gilt als arbeitsfreier Tag, auch wenn noch einige Arbeiten wie z.B. Stroh holen auf dem Programm stehen. Die meisten Junggesellen verbringen den Sonntag mit Faulenzen oder einigen Spielen (z.B. Dartwerfen, Fußballspielen usw.), andere wiederum holen den Schlaf der letzten Tage nach. Bei Anbruch der Dunkelheit ist es dann soweit, das Osterfeuer wird von den Konfirmanden entzündet. Über 300 Zuschauer finden sich jedes Mal am Osterfeuerplatz ein. Neben Getränken werden auch Würstchen verkauft. Die Konfirmanden gehen nach dem Anstecken mit einem Junggesellen durch die Reihen der Zuschauer und bitten diese um eine kleine Spende für den JCS. Bei dem alten Osterfeuerplatz am Osterteich bestand manchmal die Gefahr, dass durch den starken Funkenflug der angrenzende Wald Feuer hätte fangen können, deshalb musste der Junggesellenclub auch manchmal "Feuerwehr" spielen! Gott sei Dank ist jedoch noch nie etwas ernstes passiert.

Am Montagmorgen ist um 9.00 Uhr treffen an der Kitzelbude zum Eiersammeln. In den ersten Jahren wurde noch abgestimmt, ob der JCS das Eiersammeln durchführen soll. Doch dieser Abschluss des Osterfestes wurde immer beliebter und so zur ständigen Einrichtung. Für die gesammelten Eier wird eine Kiepe mit Stroh ausgefüllt. Auch eine "Fahne" wird jedes Mal vor Ort fertig gemacht. Sie besteht aus einer Bohnenstange und einem Bettlaken. Mit dem Ketchup und Senf der beim Osterfeuer übrig geblieben ist, wird das Bettlaken mit "JCS" beschriftet. Auch die Glocke von Walter Ahlborn darf beim Eiersammeln nicht fehlen. An dieser Stelle möchte sich der JCS auch noch einmal bei Walter Ahlborn bedanken, der uns diese Glocke im Jahr 2001 schenkte.

Nachdem der größte Teil der Junggesellen eingetroffen ist und alle Utensilien da sind, geht es los. Wir ziehen dann von Haus zu Haus. Die meisten Schlarper erwarten uns schon, neben Eiern kriegen wir auch immer etwas Geld gespendet! Jeder Spender bekommt von uns dann einen Korn eingeschenkt, leider mag nicht jeder am frühen Morgen schon einen Schnaps, so dass man öfter selber den Korn trinken muss.
Auch die Autofahrer werden nicht verschont, jedes Auto, das unseren Wege kreuzt, wird angehalten. Hierzu halten wir die mit Senf und Ketchup beschmierte Fahne über die Straße, um damit die Autos zum Halten zu bringen, manche fahren trotzdem weiter. Das Auto ist dann nur mit etwas Ketchup und Senf beschmiert, auch einige Antennen sind dabei schon abgeknickt! Die Autofahrer die anhalten, bitten wir um eine kleine Spende und wünschen dann eine gute Weiterfahrt!
Zum Abschluss des Eiersammelns ging es dann immer in unser Vereinslokal, wo Elfriede Reinewart uns mit ihrer Familie die Eier zubereitet hat! Aufgrund der Schließung unseres Vereinslokals haben wir im Jahr 2001 die Eier von Eltern der Junggesellen aufschlagen lassen und wir haben sie dann in eigener Regie zubereitet. Beim Essen sind dann auch die ersten Ausfälle zu beklagen, da die meisten ja nun schon 4 Tage unter "Strom" stehen. Sollte ein Junggeselle nicht mehr in der Lage sein, alleine den Weg nach Hause zu finden, wird dieser in eine Schweinekiste gepackt und nach Hause gebracht. In den ganzen Jahren ist dies jedoch erst 2 - 3 Mal vorgekommen! Nach dem gemeinsamen Essen löst sich die Gruppe langsam auf, teilweise sind wir jedoch noch nachmittags gemeinsam zum Sportplatz gegangen, um die 1. Herrenmannschaft des TSV lautstark zu unterstützen.
Über besondere Ereignisse und Vorkommnisse beim Osterfeuer könnte man sicherlich ein Buch schreiben. Leider konnten wir über die ersten Jahre beim Osterfeuer nicht sehr viel in Erfahrung bringen, so dass die in dieser Festschrift beschriebenen Ereignisse fast alle erst in die 80er Jahre fallen.
Das erste Osterfeuer, das vom JCS aufgebaut wurde, wäre bald das letzte gewesen und vielleicht sogar das Ende des Clubs. Im Jahr 1974 wurden im Wald ca. 1500 drei- vierjährige Fichten durch einen Trecker dem Erdboden gleichgemacht. Zum Glück übernahm die Versicherung des Treckers die Kosten, sonst wäre der JCS wohl Pleite gewesen. In den folgenden Jahren erfreute sich der Aufbau des Osterfeuers immer größerer Beliebtheit und es wurde ein Muss für jedes Mitglied beim Osterfeuer dabei zu sein. Viele ältere Mitglieder und die Ehemaligen werden sich sicherlich auch noch an das Jahr erinnern, als ein Fahrer die Gewalt über sein Fahrzeug verlor und über ein Zelt fuhr. Ein Mitglied konnte sich nur durch einen Sprung auf einen Baum vor dem näherkommenden Trecker retten. Auch als ein Trecker oberhalb vom Osterfeuer umkippte blieben alle Beteiligten unverletzt. Einmal gab es dann doch leichte Blessuren. An einem herrlichen Ostersonntag, wo Temperaturen von fast 20°C herrschten, vertrieben sich eine größere Anzahl von Junggesellen die Zeit mit Fußballspielen, welches zum Schluss eher als Rugbyspiel endete! Die Bundesstraße, die oberhalb des alten Osterfeuers verläuft, animierte damals zwei Junggesellen, die an ihrer Schule als Schülerlotsen agierten, mit ihrer Uniform und Schülerlotsenkelle. Dies war für alle Beteiligten ein großer Spaß, bis Bernd Neumann, einer der beiden Schülerlotsen ein Auto zum Anhalten aufforderte. Der Ruf einzelner Mitglieder "Nicht Fuzzy, das ist dein Vater" kam zu spät. Da sah Bernd Neumann schon in das Gesicht seines Vaters, der nicht sehr erfreut aussah, auch der Ton seiner Stimme war nicht gerade freundlich. Danach wurde diese Aktion erstmals beendet. Aus dem Jahr 1978 besteht ein Rekord, der bis zum heutigen Tag Bestand hat und wohl auch nie wieder gebrochen wird. Damals wurde schon in der Woche vor Ostern mit dem Aufbau begonnen und natürlich auch schon Bier getrunken. Zum Schluss des Osterfeuers standen dann über 100 Kisten Bier auf der Rechnung des Bierverlegers. Diese Zahl wird unerreicht bleiben, da es damals auch noch 20er Kisten gab.
Der naheliegende Osterteich wurde auch für einige Späße genutzt. So wurden Floße gebaut, womit dann der Osterteich befahren wurde. Auch nahmen einige Mitglieder in all den Jahren nicht ganz freiwillig ein Bad im Osterteich. Das größte Osterfeuer, das je in Schlarpe gebaut wurde, gab es in dem Jahr, wo die Gasleitung neben dem Osterfeuer verlegt wurde. Hierfür wurde eine Schneise in den Wald geschlagen, die Fichten brauchten dann nur noch zum Osterfeuer mit den Treckern geschleppt werden. Doch die neue Gasleitung bedeutete dann das endgültige Aus für den Platz am Osterteich.
Das Osterfeuer diente auch schon mal als Schlafplatz. In einem Jahr, in dem es besonders kalt war, wurde schon Samstag das Stroh unter das Osterfeuer gepackt und der Unterstand mit Plastikfolien zugehängt. 10 Junggesellen verbrachten so die Nacht unter dem Osterfeuer. Am Sonntagmorgen kam dann die schreckliche Nachricht durchs Radio, dass bei einem Osterfeuer in Hohnstedt drei junge Männer ums Leben kamen. Diese hatten auch unter dem Osterfeuer geschlafen, es wurde jedoch vorzeitig von anderen jungen Leuten aus dem Nachbarort in Brand gesteckt und die Schlafstelle unter dem Osterfeuer wurde für diese drei Männer zur Todesfalle. Erst da war uns bewusst, welchem Risiko wir uns ausgesetzt hatten. Seitdem ist es verboten, den Unterstand als Schlafstelle zu nutzen.
Beim Osterfeuer wurden schon immer die verrücktesten Wetten abgeschlossen. Matthias Schneider (Glizeck) behauptete er würde ein Glas Löwensenf (extra scharf) für 50,00 DM pur essen; Das Geld kam schnell zusammen und Glizeck machte sich an die nicht leichte Aufgabe, durch Trinken einiger Liter Fanta schaffte er es dann, obgleich es ihm danach nicht gerade blendend ging. Auch Holger Obermann ließ sich nicht lange bitten, als ihm 50,00 DM angeboten wurden, wenn er eine 0,7 l Flasche Kümmerling auf Ex trinken würde. Auch diese Aufgabe wurde mit Auszeichnung bestanden, auch wenn der Inhalt der Flasche nicht lange in "Obermeyers" Magen blieb. Doch danach schmeckte der nächste Kümmerling gleich wieder.
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1. Mai

Maibaum

Jährlich am 01.Mai wird gegen Mittag an der Kirche in Schlarpe der Maibaum von den Junggesellen aufgestellt. Dieses Ereignis hat sich in den letzten fünf Jahren mehr und mehr zu einem kleinen Dorffest entwickelt.
Doch nun erst einmal etwas zum Entstehen des Maibaums, denn der wird in Schlarpe noch traditionell jedes Jahr frisch aus dem Wald geholt:
Ein oder zwei Tage vorher fahren wir mit Trecker und Anhänger mit ca. 15-20 Leuten in den Wald, um den Maibaum zu holen, der zuvor vom Vorstand ausgewählt wurde. (Früher wurde der Maibaum noch bezahlt, die Kosten übernahm dann später nach einem Schreiben die Stadt. Heute ist der Maibaum eine Spende aus dem Staatsforst.) Im Wald wird der Maibaum dann geschält und verladen. Dann beginnt die nicht ganz einfache Reise auf der Bundesstraße über den Bollert. Bei dieser ziemlich schweißtreibenden Arbeit findet eine kühle Flasche Mai-Bock natürlich immer Anklang.
Vor der Kirche angekommen wir der Maibaum mit Kränzen und Krepp-Papier geschmückt und bis zum 01.Mai in der Scheune von H.Güllenbeck gelagert. Nach getaner Arbeit bleibt man dann noch in gemütlicher Runde auf ein oder zwei Flaschen Bier beisammen. (Manchmal sind diese Runden auch so gemütlich, dass die Eltern ein "Maibaumanguckverbot" aussprechen müssen)
Dann am 01.Mai ist es soweit. Früh morgens sind die, die vom Maitanz schon wieder kuriert sind, zur Stelle, um alles vorzubereiten. Es werde Bänke und Tische aufgestellt, ein Wurst- und Getränkeverkauf aufgebaut, an dem es natürlich reichlich Mai-Bowle gibt. Gegen 11:00 Uhr heißt es dann für alle anwesenden Junggesellen anpacken, denn nun wird auf traditionelle Weise mit etlichen Leitern der Maibaum aufgestellt. Dieses Vorhaben ist nicht ganz ungefährlich und hat schon so manches Mal für Schreck und Angst unter den Zuschauern gesorgt, jedoch ist noch nie etwas Ernsthaftes dabei passiert. Wenn der Baum, der um die 20m lang ist, dann in die Halterung flutscht, gibt es einen großen Applaus vom Publikum. Steht der Baum dann noch halbwegs gerade steht, können auch wir beruhigt mit unseren Gästen feiern. Früher tanzten nur einige Kinder fröhlich im Kreis um den Baum und sangen: "Der Mai ist gekommen". Heute spielt der Spielmannszug einige Lieder, bis es die lang ersehnte Erbsensuppe gibt. Die ganze Feier zieht sich oft bis spät in den Abend hinein. Es ist kaum zu spüren, dass am Abend vorher schon alle lange auf den Beinen waren.
Man kann bei diesem kleinen Fest wirklich von einem Dorffest sprechen, denn wenn wir am Abend vor den Bergen leerer Bierkisten und Würstchentüten stehen, fragen wir uns immer wieder, ob das wirklich alles diese paar Leute verzehrt haben. Es ist schon vorgekommen, dass im Schnitt auf jeden Schlarper Bürger 2 Flaschen Bier und eine Bratwurst gekommen wären. Doch diese nahezu rekordverdächtigen Zahlen wären niemals zustande gekommen, wenn wir nicht fast jedes Jahr am 01. Mai so gutes Wetter gehabt hätten (wo sich mancher nachher bei uns, ohne es zu merken, ganz schön die Glatze verbrannt hat). Wir hoffen, dass wir auch in den nächsten 25 Jahren noch einige Male in lustigem Beisammensein den Maibaum und den 1.Mai feiern werden.

Maitanz

Seit 1978 richten wir vom Junggesellenclub den Tanz in den Mai aus, der jedes Jahr am 30. April abgehalten wird. Für uns heißt es dann am Nachmittag in den Wald zu ziehen, um Birken zu holen, mit denen ein wenig Frühlingsstimmung in den Saal gebracht werden soll. Schon bei diesen Vorbereitungen geht es immer sehr lustig zu und auch das ein oder andere Fläschchen Bier findet bei den emsigen Helfern Absatz. Allerdings kommt es auch schon mal vor, dass so ein Helfer am Abend nicht mehr in der Lage ist, an der Tanzveranstaltung teilzunehmen. Zwei Personen werden dann am Abend benötigt, um den Eintritt der Gäste zu kassieren. Die bestellte Kapelle beginnt ca. um 20:00 Uhr zu spielen. Der Maitanz wird von vielen Schlarpern immer wieder gern besucht, denn hier kann man sich so richtig vergnügen. Die einen können mit Freunden eine Runde plaudern, andere können einen flotten Schritt aufs Parkett legen. Wir können eigentlich sagen, dass der Tanz in den Mai immer gut besucht war. Leider wurden die Gäste im Laufe der Jahre immer weniger, so dass es immer schwieriger wird, den Maitanz zu realisieren. Die Musikkapellen werden immer teurer, wodurch sich auch der Eintritt erhöht. Nicht selten kommt es vor, dass wir mit einem Defizit aus dieser Veranstaltung herauskommen. Wir wollen aber versuchen diese mittlerweile traditionelle Veranstaltung am Leben zu erhalten, denn mit dem Ende des Maitanzes würde auch eine Lücke im Dorfleben von Schlarpe entstehen. Bislang haben wir es in den ersten 25 Jahren unseres Vereins ja geschafft, bis auf drei Ausnahmen, jedes Jahr einen Maitanz zu veranstalten und deshalb hoffen wir, dass wir ihnen auch weiterhin dieses freudige Erlebnis bieten können.
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Himmelfahrt

1992 entscheiden wir uns, zum ersten Mal, eine Himmelfahrtswanderung vom Junggesellenclub Schlarpe auszurichten. Das Ziel sollte die Rasenbankköte sein. Himmelfahrtmorgen ging es los. 15 lustige Wandergesellen trafen sich um 9.00 Uhr an der Kirche. Da es sich als unmöglich erwies, die Verpflegung in einem Bollerwagen mit sich zu führen, wurden 2 Mitglieder mit dem Proviant vorausgeschickt. Die anderen machten sich zu Fuß, mit etwas Marschverpflegung, auf den Weg zur Rasenbank. So manche Pause wurde eingelegt und man erfrischte und stärkte sich mit kühlen Getränken. Die beiden Vorboten heizten inzwischen den Grill an und vertrieben sich die übrige Zeit mit Karten spielen. Als die Fußgruppe dann ankam, war man endlich komplett, doch so mancher war nach dem langen Weg so erschöpft, dass er sich erst mal ein wenig ausruhen musste. Nach einer deftigen Mahlzeit vom Grill ging es dann los. In diversen Disziplinen wurde die Geschicklichkeit der Teilnehmer auf die Probe gestellt. Die weniger guten mussten hierbei als Strafe irgendwelche Getränke leeren. Einige waren nach den Wettkämpfen doch leicht angeschlagen und gegen 15.00 Uhr wurde deshalb eine nahegelegene Wiese aufgesucht, bei der eine kühle Quelle entspringt. Dort wurde dann noch Fußball gespielt und man erfrischte sich am kalten Nass. Auf dem Heimweg machte sich bei dem einen oder anderen dann doch der Alkoholkonsum bemerkbar und einige machten noch an einem Teich halt um ein kühles Bad zu nehmen. Irgendwann trudelten dann aber alle wieder in Schlarpe ein, wo man sich an der Kitzelbude traf und den vergangenen Tag bei einem Bier noch mal Revue passieren ließ. Diese Veranstaltung kam bei den Teilnehmern so gut an, dass wir uns entschlossen von nun an, jedes Jahr etwas ähnliches zu veranstalten.

Kirmes

Jedes Jahr am 3. Samstag im Oktober laden wir vom JCS wieder ein zum Kirmestanz im Gasthaus Reinewart. die vorherigen Tage findet bei Reinewarts bereits die traditionelle Wursteprobe statt, die immer gut besucht ist. Gegen 19.00 Uhr am Samstagabend können wir dann unsere ersten Gäste begrüßen, denn viele kommen schon früher um sich ihre Stammplätze zu sichern. Um 20.00 Uhr beginnt dann unsere angeheuerte Kapelle zu spielen und der Saal, der sich bereits mit ca. 120-180 Personen gefüllt hat, kommt in Bewegung. So beginnt man also mehr oder weniger freudig das Tanzbein zu schwingen, und mit jedem Bier, das über die Theke geht, steigt die Stimmung auf dem Saal bis in die frühen Morgenstunden hinein. Wenn dann so gegen 3.00 Uhr die Kapelle ihre letzte Zugabe gespielt hat, dann ist dies für einige immer noch nicht genug, in schiefer Tonlage singt man selber weiter und trinkt noch das eine oder andere Bier. Doch wie auch der Maitanz wird es immer schwieriger die Kirmes zu realisieren, denn jedes Jahr wir das finanzielle Risiko größer. Wir hoffen natürlich, dass die Kirmes trotz finanzieller Bedenken und dem geschlossenen Gasthaus Reinewart nicht aussterben wird.
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Weihnachtsmarkt


Auf einer Quartalsversammlung im Herbst 1996 wurde zum erstenmal die Idee geboren, einen Weihnachtsmarkt in Schlarpe an der Kirche zu veranstalten. Im Vorfeld gab es aber noch einige Probleme, damit die Aktion auch in so kurzer Zeit in die Tat umgesetzt werden konnte. Aber Probleme tauchen ja immer auf, wenn etwas Neues ausprobiert wird. So traf man sich Sonnabends bei sehr gutem, winterlichen, aber kaltem Wetter zum Aufbau. In Rekordzeit wurden die Buden aufgestellt und die Kirchstraße ein wenig weihnachtlich geschmückt und beleuchtet. Wir konnten den Schlarper Gästen acht Stände anbieten. Der Heimatverein verkaufte zusätzlich noch Tannenbäume und der Gemischte Chor präsentierte einen Glühwein- und Kaffeestand. Zusätzlich wurde Kinderpunsch angeboten. Außerdem gab es in andern Buden noch selbstgebackene Berliner, Kaffe und Kuchen, Waffeln und andere Leckereien. Auch Weihnachtsschmuck, der zum größten Teil von einigen Freundinnen in wochenlangen Bastelabenden hergestellt wurde, fand sehr guten Anklang. Die Verkaufsstände wurden von unseren Freundinnen, Müttern und privaten Helfern in Zusammenarbeit mit dem Junggesellenclub beschickt. An unseren eigenen Verkaufsständen gab es Weihnach7tspunsch mit Barcardi-Kirschen, sämtliche andere Getränke, Bratwürstchen und serbische Bohnensuppe. Am Sonntag, als der Weihnachtsmarkt stattfand war das Wetter leider sehr viel schlechter. Alle paar Minuten gab es einen riesigen Regenschauer und das bei nasskalten Temperaturen. Unsere Aktion drohte im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser zu fallen. Aber es war mal wieder, als wenn man ein schlafendes Kind in Schlarpe weckt. Denn trotz des miesen Wetters kamen an diesem Sonntag über 300 Schlarper und Auswärtige zu unserer Premiere des Weihnachtsmarktes. Unser Weihnachtspunsch war in kürzester Zeit ausverkauft, so dass wir aus allen Läden rund um Schlarpe die Glühweinvorräte aufkaufen mussten. An allen Buden und Ständen herrschte reges Treiben. Auch der Weihnachtsmann hatte Spaß daran, die vielen Kinder zu begrüßen und zu beschenken. Musikalisch wurde das Ganze durch den Auftritt des Posaunenchors aus Volpriehausen umrahmt. Die weihnachtliche Posaunenmusik kam bei allen Gästen sehr gut an.
Gegen 20.00 Uhr war der erste Schlarper Weihnachtsmarkt zu Ende und alle Betreiber waren angetan vom großen Zuspruch der Schlarper Gäste. Inzwischen wurde der Weihnachtsmarkt zu einem festen Bestandteil des Jahresveranstaltungskalenders.

Dorffest


Seit 1985 veranstaltet der Junggesellen-Club Schlarpe alle 2 Jahre ein Dorffest. Insgesamt sieben Mal waren wir bereits Ausrichter dieser Veranstaltung.
Der Gedanke ein "Dorffest" auszurichten, wurde 1983 geboren, als der Junggesellen-Club Schlarpe sein 10-jähriges Bestehen feierte. Dieses Jubiläum wurde mit Kinderspielen und dem "Tanz um den Maibaum" in der Kirchstraße und einem Tanzvergnügen mit Kommers im Gasthaus Reinewart gefeiert. Das Fest war ein großer Erfolg für den Club, auch wenn zum Schluss kein großer Gewinn zu verzeichnen war. Bei der Analyse des Jubiläums kam der damalige Vorstand mit dem 1.Vorsitzenden Burkhard Hartmann an der Spitze, dass sich solche Veranstaltungen für den Junggesellen-Club nur lohnen, wenn man ihn außer an den Eintrittspreisen auch am Umsatz beteiligt. Dies ist jedoch nur möglich, indem man ein "Fest" im Dorf veranstaltet und nicht in der Gastwirtschaft. Das Dorffest war geboren!
Im Jahr 1985 sollte das erste Schlarper Dorffest stattfinden. Die ersten Festausschusssitzungen fanden schon im Jahr 1984 statt, da es noch viele organisatorische Probleme gab. Auch wusste noch keiner genau, wie das erste Schlarper Dorffest ablaufen soll. In vielen Ausschusssitzungen wurde diskutiert, viele Anregungen wurden wieder verworfen, da sie den finanziellen Rahmen des JCS gesprengt hätten.
Doch trotzdem wurde das 1. Schlarper Dorffest ein voller Erfolg. Dies war ein paar Tage später auch in der HNA zu lesen "GANZ SCHLARPE AUF DEN BEINEN" Schon beim ersten Dorffest hatten wir besonders an die Kinder gedacht. Neben Kinderspielen hatten wir Go-Karts ausgeliehen. Vor dem Feuerwehrgerätehaus konnten alle Kinder auf Kosten des Clubs einige Runden drehen. Zum Schluss gingen den Carts zwar langsam der Strom aus, doch die vielen Schlarper Kinder waren begeistert.
Musikalisch umrahmt wurde schon damals der Nachmittag durch den Spielmannszug Volpriehausen und dem Gemischten Chor Schlarpe. Am Abend spielte Jörg Decker auf seiner Orgel einige Takte Musik, hierfür hatten wir einen Anhänger auf dem Rasenstück bei Herbert Güllenbeck gestellt. Als Tanzfläche diente die gepflasterte Scheuneneinfahrt. Am Sonntag fand der traditionelle Frühschoppen statt und um 12.00 Uhr konnten sich alle Schlarper mit einer Erbsensuppe stärken. Danach klang das Dorffest langsam aus. Nach dem Erfolg dieses Festes sollte es zur ständigen Veranstaltung in Schlarpe werden. Der Vorstand war sich jedoch auch schnell darüber einig, dieses Dorffest nicht jedes Jahr auszurichten. Da ein solche Veranstaltung viel Arbeit erfordert und das Dorffest etwas besonderes sein soll, auf das sich alle Schlarper Bürger freuen sollen.
Bei den Besprechungen zum zweiten Dorffest im Juli 1987 war sich der Festausschuss einig, dass man eine Bühne errichten muss, auf der die geplanten Darbietungen stattfinden sollten und gleichzeitig als Tanzfläche dienen sollte Das Programm wurde auch schon umfangreicher, so wurde zum Beispiel der Zauberer Gerhardo aus Göttingen verpflichtet. Auch für den Sonntagmorgen wurden keine Kosten und Mühen gescheut und die Oldtime Jazzband "New Orleans Pratons" verpflichtet. Die Aufbauarbeiten für das zweite Dorffest erwiesen sich als sehr schwierig, da wir die Bühne auch überdachen mussten. Aber auch dieses Problem bekamen die "Handwerker" aus unserem Verein in den Griff. Die Kirchstraße wurde wieder mit Birken geschmückt und auch die beiden Lichterketten von Jürgen Steckel und Arnold Ilse kamen zum Einsatz und ließen die Kirchstraße abends hell erleuchten.
Für die Kinderspiele hatten wir uns auch wieder viele interessante Spiele einfallen lassen, z.B. einen Hindernislauf, Dosenwerfen, Kirschkernweitspucken, Teebeutelweitwurf, Kegeln.
Für alle Kinder wurden Überraschungstüten gepackt und viele weitere Geschenke bereitgehalten. Als Attraktion für die Kinder wurde ein Springzelt gemietet und kostenlos allen Kindern zur Verfügung gestellt. Über 50 Kinder nahmen an den Kinderspielen teil und ermittelten in ihren Altersgruppen die Sieger. Die bestplatzierten Kinder bekamen größere Preise.
Doch auch die Erwachsenen konnten sich diesmal im Wettkampf messen, denn erstmals fand ein Dartwerfen statt. Die Idee hierzu hatte Mickey (Michael Werner), der auch die beiden Tage am Dartstand seinen Dienst verrichtete und mit seinen bekannten Sprüchen einige zum Dartwerfen ermunterte.
Den Samstagabend stellten wir unter das Motto "Tanz unter dem Sternenhimmel". Für die Musik waren Jörg Decker mit seiner Orgel und Hans-Jürgen Decker auf seiner Gitarre verantwortlich. Nachdem Zauberer Gerhardo die Besucher mit seinen Zaubereien und Kabinettstücken begeisterte, wurde dann auch bis in den frühen Sonntagmorgen das Tanzbein geschwungen.
Am Sonntagmorgen musste dann die Kirchstraße wieder für die nächste "Schlacht" hergerichtet werden. Da jedoch verständlicherweise noch viele Junggesellen in den Krämpfen lagen, halfen uns beim Aufräumen immer einige Anwohner wie zum Beispiel Irma Güllenbeck und Irma Hennecke, sonst hätte wohl mancher Frühschoppen mit Verspätung begonnen. Beim dritten Dorffest im Jahr 1989 gab es viele Neuerungen. Zum erstenmal gab es nicht nur eine Einladung mit Programm für alle Haushalte in Schlarpe, sondern eine kleine Festzeitschrift. Durch die Anzeigen in dieser Festzeitschrift hatten wir eine weitere Einnahmequelle aufgetan. Denn durch das immer umfangreicher werdende Programm stieg im gleichen Maß auch das Risiko, denn das Dorffest ist ja eine reine Openair Veranstaltung und damit auch vom Wetter abhängig. So war das Wetter und das damit verbundene Risiko immer wieder ein Diskussionsthema auf unseren Festausschusssitzungen. Zwar hatten wir bisher immer Glück mit "Petrus", doch bei schlechtem Wetter wären die Gäste ausgeblieben und der Junggesellen-Club Schlarpe hätte ein Minus in der Kasse gehabt. So mussten einige Vorschläge wieder verworfen werden, da das Risiko einfach zu groß gewesen wäre. Im Jahr 1989 spielte am Samstagabend zum erstenmal die Tanzkapelle "Die Toledos" aus Verliehausen. Unser Motto "Tanz unter dem Sternenhimmel" wurde dann auch in die Tat umgesetzt, obwohl einige dann schon den Sonnenaufgang genießen konnten.
Auch am Sonntagmorgen gab es beim dritten Dorffest einiges Neues, so z.B. einen Gottesdienst. Danach fand dann der traditionelle Frühschoppen statt. Hierfür hatten wir die Ebergötzer Blasmusikanten verpflichtet, die mit ihrer Musik sehr gut ankamen und bis zum letzten Dorffest jedes Mal den Frühschoppen musikalisch umrahmten.
Das Dritte Dorffest fand wieder vor der Kirche statt, die Bühnen hatten wir auf dem Grundstück von Herbert Güllenbeck aufgebaut, der dann auch wieder froh war, wenn das Dorffest vorbei war, denn mit Aufbau und Abbau waren wir fast zwei Wochen beschäftigt. Und manchmal wurde auch schon bis tief in die Nacht hinein "gearbeitet"!
Ohne das Verständnis und die Hilfe der Anwohner könnten wir jedoch kein Dorffest veranstalten, deshalb gilt und galt unser besonderer Dank immer den Anwohnern und Helfern, auch wenn es manchmal etwas spät kam.
Bei den Besprechungen zum vierten Dorffest wurde das letzte noch einmal besprochen. Der Festausschuss war sich schnell einig, dass in Punkt "Toiletten" etwas passieren muss, denn die Toiletten, die wir bislang aufgebaut hatten, reichten für so einen Ansturm einfach nicht aus. Deshalb wurden Gespräche mit dem Ortsrat und der Feuerwehr aufgenommen, um die Toiletten im Feuerwehrgerätehaus nutzen zu können. Obwohl erst einige klärende Gespräche stattfinden mussten, wurde uns dann schließlich das "OK" gegeben. Damit wurde natürlich auch der Standort zur Diskussion gestellt, aber wir waren uns dann schnell einig und wählten als neuen Standort den Platz vor dem Gerätehaus. Als Platz für unsere Bühne wählten wir das Grundstück von Helmut Bartels.
Auch sollte das Programm auf den Sonntagnachmittag ausgedehnt werden, aus Kostengründen
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